DOA und NADA starten Fortbildungsreihe

DOA und NADA führten mit 50 Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland eine Lehrerfortbildung zu Werteerziehung und Dopingprävention durch.

Florettfechterin Anne Sauer liegen die Themen Werteerziehung und Doping am Herzen. Foto: DOA
Florettfechterin Anne Sauer liegen die Themen Werteerziehung und Doping am Herzen. Foto: DOA

Das große Interesse und die Qualität der Diskussionen bestärken die Veranstalter in ihrer Absicht, dieses Format künftig regelmäßig anzubieten.

Zu Beginn der Veranstaltung war es der Florettfechterin und Lehramtsstudentin Anne Sauer ein persönliches Anliegen, ihre künftigen Kolleg*innen für die Themen der Veranstaltung zu sensibilisieren: „Als junge Athletin ist man auf die Unterstützung und Aufklärung durch Bezugspersonen angewiesen.“ Fragestellungen wie: „Wo liegt der gesellschaftliche Mehrwert von Spitzensport?“ oder „Wo kommt Ihr im Alltag mit Doping in Berührung?“ boten den Teilnehmer*innen im Rahmen eines World Cafés anschließend einen direkten Einstieg in die Inhalte und lieferten eine erste Gelegenheit zum Austausch. Gesprächsstoff gab es genug: Neben den Erfahrungen aus dem Schulalltag konnten viele auch von eigenen Erlebnissen aus dem Spitzensport berichten.

Erkenntnisgewinn und Interaktion

Am Nachmittag stand der Praxisbezug im Vordergrund: Wie läuft eigentlich eine Doping-Kontrolle bei Minderjährigen ab? Wie können Lehrer*innen bei sportlichen Krisen bestmöglich intervenieren und wie kann ein abstraktes Thema wie Fairness im Unterricht sinnvoll umgesetzt werden? In drei Workshops wurden vielfältige Methoden besprochen, Missverständnisse ausgeräumt und Fallbeispiele durchgespielt.

Der Workshop „Sauberer Sport durch Leistungsdruck“ knüpfte an die Forderung von Anne Sauer an. Insbesondere in Stresssituationen benötigen junge Athlet*innen externe Unterstützung, um nicht auf schlechte Ratgeber oder unsaubere Methoden zurückzugreifen. Es liegt an den Lehrkräften in diesen Fällen ein hohes Maß an Einfühlsamkeit und Kommunikationsfähigkeit einzubringen.

Auch Hintergrundwissen ist unabdingbar, um Nachwuchsathlet*innen umfassend unterstützen zu können. Daher wurden im Workshop „Kontrollsystem und Kontrollen in der Schule“ wichtige theoretische und rechtliche Grundlagen rund um die Doping-Kontrolle vorgestellt. Die anschließende Diskussion kam nicht zu kurz und widmete sich unter anderem intensiv der Frage, inwiefern Kontrollen den Unterrichtserfolg mindern.

Neben dem inhaltlichen Erkenntnisgewinn aller Beteiligten ging es auch um ganz konkrete Handlungsansätze. Die kreative Auseinandersetzung mit normativen Fragestellungen im Sport durften die Lehrkräfte im Workshop „Fairness – eine Frage der Haltung?“ gleich live ausprobieren: Bei der Produktion einer kurzen Werbesequenz entdeckten einige Teilnehmer*innen ganz neue Talente an sich. Die Feedbackrunde am Ende der Veranstaltung lieferte zahlreiche Anregungen für weitere Fortbildungen in den kommenden Jahren. Tobias Knoch, Direktor der Deutschen Olympischen Akademie (DOA), sieht diese Kooperation als sinnvolle Erweiterung der jeweiligen Aufgabengebiete: „DOA und NADA gehen die Themen der heutigen Fortbildung aus zwei verschiedenen Richtungen an - damit ergänzen wir uns als Partner ideal.“ Thomas Berghoff, Leiter des Bereichs Prävention bei der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA), ergänzt: „Die Inhalte der DOA bilden in vielen Bereichen die Basis für unsere Arbeit. Wir freuen uns, wenn wir in den kommenden Jahren unsere gemeinsamen Aktivitäten verstärken können.“

(Quelle: DOA)


  • Florettfechterin Anne Sauer liegen die Themen Werteerziehung und Doping am Herzen. Foto: DOA
    Florettfechterin Anne Sauer liegen die Themen Werteerziehung und Doping am Herzen. Foto: DOA

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