MV 2018: Beruf des Trainers wird aufgewertet

Die DOSB-Mitgliederversammlung hat heute in Düsseldorf die "Förderung Nichtolympischer Spitzensport 2019" sowie drei weitere Konzepte beschlossen, die den Trainerberuf im Leistungssport schärfen sollen.

Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB, erläutert den Delegierten die Konzeptionen zum weiten Thema der Leistungssportreform. Foto: DOSB/Ulla Burghardt
Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB, erläutert den Delegierten die Konzeptionen zum weiten Thema der Leistungssportreform. Foto: DOSB/Ulla Burghardt

Bei zwei Enthaltungen hat die Mitgliederversammlung das Konzept Förderung Nichtolympischer Spitzensport 2019 verabschiedet. Die aktuelle Förderkonzeption verliert zum Ende des Jahres ihre Gültigkeit. Gemäß der Neustrukturierung des Reformkonzeptes soll sich die Förderung der nicht olympischen Verbände und des nicht olympischen Spitzensports an den Erfolgspotenzialen der Programmsportarten bei den World Games ausrichten, unabhängig davon, ob die Sportarten/Disziplinen den olympischen oder nichtolympischen Verbänden zuzuordnen sind.

Bei den drei weiteren Konzeptpapieren handelt sich um das Berufsbild „Berufstrainer/in im Sport“, die neue Leistungssportpersonal-Konzeption Professionalisierung des Leistungssportpersonals der Olympischen Spitzenverbände und ein Konzept zur Verbesserung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für Trainer/innen.

Das übergreifende Berufsbild „Berufstrainer/in im Sport“ wurde schon 2017 veröffentlicht und wird durch Spitzenverbände und Landessportbünde bereits als Grundlage für sportart- und länderspezifische Berufsbilder genutzt. Durch den Beschluss der Mitgliederversammlung hat das Berufsbild Trainer/in weiteren Rückenwind erfahren.

Neben den Trainerinnen und Trainern gewinnt das gesamte Leistungssportpersonal an Bedeutung. Internationale Konkurrenzfähigkeit bedeutet den Einsatz von umfangreichen Personalressourcen und spezifisch ausgebildetem Personal, da sich in den vergangenen Jahren das Aufgabenportfolio des Leistungssportpersonals vergrößert und zunehmend ausdifferenziert hat. Die neue Leistungssportpersonal-Konzeption des DOSB beschreibt die notwendigen Funktionsstellen und Aufgaben des Leistungssportpersonals präzise und ermöglicht den Spitzenverbänden so eine zeitgemäße Strukturierung des Leistungssportpersonals und eine detaillierte Aufgabenzuordnung – auch und gerade im Trainerbereich.

Das Konzept Verbesserung der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen für Trainer/innen basiert auf den Arbeitsergebnissen der AG Mustervertrag. Die AG hat in einem knapp einjährigen, intensiven Prozess Umsetzungsmöglichkeiten für die in der Leistungssportreform geforderte Optimierung der Trainersituation diskutiert und zusammengetragen. Das Papier deckt dabei zahlreiche Facetten des Trainerberufs ab. Mit dem Modell einer „Flexiblen Vergütung“ und dem Vorschlag zur „Umsetzung der langfristigen Einsatzplanung“ gibt es aber auch zwei Herzstücke, die zur Auflösung von seit Jahren angeführten Problemlagen im Trainerbereich führen können; vor allem der unzureichenden Vergütung und der zu hohen Arbeitszeiten.

(Quelle: DOSB)


  • Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB, erläutert den Delegierten die Konzeptionen zum weiten Thema der Leistungssportreform. Foto: DOSB/Ulla Burghardt
    Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB, erläutert den Delegierten die Konzeptionen zum weiten Thema der Leistungssportreform. Foto: DOSB/Ulla Burghardt

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