NADA will unabhängige Anti-Doping-Arbeit stärken

Die Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) hatte am Dienstag (5. Juni) zur Jahres-Pressekonferenz ins Haus der Bundespressekonferenz in Berlin eingeladen.

Dr. Andrea Gotzmann und Dr. Lars Mortsiefer auf der Jahres-Pressekonferenz in Berlin. Foto: picture-alliance
Dr. Andrea Gotzmann und Dr. Lars Mortsiefer auf der Jahres-Pressekonferenz in Berlin. Foto: picture-alliance

„Das Vertrauen der sauberen Athletinnen und Athleten in das System und in die Anti-Doping-Institutionen ist erschüttert.“ Das hat Dr. Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) bei der Jahres-Pressekonferenz an diesem Dienstag (5. Juni) im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin gesagt. Grund dafür sei nicht alleine die Faktenlage über das Betrugssystem im russischen Sport, sondern dass keine nach-vollziehbaren Konsequenzen daraus gezogen würden, ergänzte sie in einer Mitteilung der NADA rückschauend auf das Jahr des fünfzehnjährigen Bestehens der Stiftung.

„Die NADA hat im internationalen Zusammenschluss von 20 Partnerorganisationen adäquate Maßnahmen gefordert. Die umfangreiche Expertise der Nationalen Anti-Doping-Organisationen und der WADA müssen die zukünftige Anti-Doping-Arbeit noch stärker prägen. Nur so kann das Vertrauen der Athletinnen und Athleten langfristig zurückgewonnen werden“, sagte Gotzmann.

„Die WADA muss die Möglichkeit haben, Organisationen, die sich nicht an die Regeln halten, sanktionieren zu können“, ergänzte Dr. Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied und Chefjustitiar der NADA. Der neue Internationale Standard für Compliance trage dazu bei, Lücken in der Anti-Doping-Arbeit zu schließen.

„Dank des Engagements unserer Stakeholder, insbesondere der nachhaltigen finanziellen Unterstützung der Bundesregierung, konnten wir uns in Deutschland für saubere Leistung stark machen“, erläuterte Gotzmann. Im Fokus des Kontrollsystems habe das Testprogramm im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in PyeongChang gestanden. Erstmals wurden Proben aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Langzeitlagerung überführt und können zu einem späteren Zeitpunkt erneut analysiert werden.

Das NADA-Präventionsprogramm „Gemeinsam gegen Doping“ quantitativ und qualitativ, insbesondere auf Länder- und Vereinsebene, weiter ausgebaut werden können. Das Präventionsprogramm der NADA wurde vom Landespräventionsrat Nordrhein-Westfalen zum Projekt des Monats Juli 2017 gewählt.

„Die NADA hat zudem die Zusammenarbeit mit den staatlichen Ermittlungsbehörden intensiviert und den Schutz von Whistleblower weiter verstärkt“, sagte Mortsiefer. Weiterhin habe die NADA umfangreiche Maßnahmen zum Daten- und Persönlichkeitsschutz der deutschen Sportlerinnen und Sportler unternommen.

Um die Anti-Doping-Arbeit in Deutschland weiter zu verbessern, habe die Stiftung seit Anfang 2017 den Aufbau eines internen Qualitätsmanagementsystems forciert, heißt es in der Mitteilung weiter. Im Mai 2018 sei die NADA nach der international anerkannten DIN-Norm ISO 9001 durch den TÜV Hessen zertifiziert worden.

„Anfang 2018 hat die WADA unsere Arbeit in Deutschland für compliant erklärt. Damit wurde uns bestätigt, dass wir eine Anti-Doping-Arbeit nach internationalen Vorgaben und Standards umsetzen“, führte Gotzmann aus.

„Wir wissen, welche gravierenden Gesundheitsschäden durch systematisches Doping hervorgerufen werden. Daher ist unser wichtigstes Ziel, der Schutz der sauberen Sportlerinnen und Sportler und der Einsatz für ihre unersetzlichen Momente“, resümierte der NADA-Vorstand.

(Quelle: NADA)


  • Dr. Andrea Gotzmann und Dr. Lars Mortsiefer auf der Jahres-Pressekonferenz in Berlin. Foto: picture-alliance
    Dr. Andrea Gotzmann und Dr. Lars Mortsiefer auf der Jahres-Pressekonferenz in Berlin. Foto: picture-alliance

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