Billard

Verband: Deutsche Billard-Union 1911/71 e.V.

Gegründet: 1911

Vertreten mit den Disziplinen: 9-Ball (Pool)

Englische Bezeichnungen: 9-Ball (Poolbilliards)

Der Ursprung des organisierten deutschen Billardsportes liegt im Jahre 1911. In diesem Jahr legten die "Urväter" der heutigen Deutschen Billard-Union in Frankfurt mit der Verbandsgründung den Grundstein für den einheitlichen nationalen Billard-Sportbetrieb. Einer der Gründungsväter war Dr. Simon, Verleger der Frankfurter Zeitung. Als Rechtssitz wurde Köln/Rhl. festgelegt, der bis heute beibehalten wurde.

In den 20er Jahren erschien dann erstmals ein deutsches Billard-Sportmagazin welches lückenlos bis 2003 herausgegeben und dann durch zeitgemäße elektronische Kommunikationsformen abgelöst wurde.

Mit der Gründung des Deutschen Sportbundes wurde auch Billard als Sport anerkannt und in den Kreis der nationalen Sportgemeinschaft aufgenommen. Seit dieser Zeit wird der Billardsport in Deutschland im Bereich Spitzensport durch den Bundesminister des Innern gefördert. Seit Jahrzehnten können talentierte Billardsportler/innen ihren Hochleistungssport auch im Rahmen der Förderung durch die Bundeswehr (Sportförderkompanien) ausbauen.

Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurden die ehemaligen Landesverbände des Deutschen Billard-Sportverbandes der DDR Mitglieder im Deutschen Billard-Bund. Dadurch wurde der Sportbetrieb um die in der ehemaligen DDR stark verbreitete Disziplin Billardkegeln erweitert. 1971 wurde der Deutsche Pool-Billard-Bund mit Sitz in Mönchengladbach gegründet. Dieser auf die Billardsportart Pool spezialisierte Bund organisierte sich in den Folgejahren in ganz Deutschland und veranstaltete nach gleichen Regeln den nationalen Sportbetrieb auf allen Ebenen.

Mit dem Zusammenschluss des Deutschen Pool-Billard-Bundes und des Deutschen Billard-Bundes im Jahre 1992 in Essen, haben beide Verbände ihre eigene Existenz aufgegeben und sich zur Deutschen Billard-Union 1911/71 e.V. (DBU) zusammengefunden. Damit werden alle Billardspielarten und -disziplinen nun von einem staatlich und international anerkannten nationalen Spitzensportverband verwaltet und vertreten.

Im internationalen Bereich kann die Deutsche Billard-Union auf viele sportliche Erfolge zurückblicken. Deutsche Sportlerinnen und Sportler haben in den Rang- und Ergebnislisten immer gute Platzierungen eingenommen. Sie nehmen eine führende Stellung im internationalen Billard-Sportbereich ein. Auch am Auf- und Ausbau internationaler Verbände waren Mitglieder der deutschen Billardverbände maßgebend beteiligt und stellen auch heute noch in vielen Positionen ihre Kraft in den Dienst der Weiterentwicklung des internationalen Billardsportes.

Der World Confederation of Billiards Sports (WCBS) gehören heute 151 Nationalverbände in allen fünf Erdteilen an. Die Deutsche Billard-Union gliedert sich in 15 Landesverbände als unmittelbare Mitglieder der DBU. Diese teilen sich ihrerseits in Bezirks- und Kreisverbände ein, denen dann die ca. 1.200 Vereine mit ihren ca. 50.000 Einzelmitgliedern angeschlossen sind.

Seit 1998 ist Billard vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als olympischer Sport anerkannt. Billard ist Programmsportart der alle vier Jahre stattfindenden World Games.

Die WCBS und auch die DBU haben die WADA und NADA Anti-Doping Bestimmungen als für sich verbindlich anerkannt. Bei internationalen und nationalen Meisterschaften werden Dopingkontrollen durchgeführt.

Jüngste Erfolge: Joshua Filler: 3-mal Zweiter der Euro-Tour-Rangliste, 2. EM 9-Ball; Ina Kaplan: 2. EM 2014 10-Ball, 5. Team-WM 2014

Wettkampftage in Breslau: 26. – 30.07.2017